Unser Leben ist geprägt von Erfahrungen, vielen Erfolgen und Niederlagen. Und auch unsere Lebensweise hat einen fulminanten Einfluss darauf, ob ein Paar schwanger wird, bzw. werden kann. Neben körperlichen Erkrankungen stellt auch die Psyche ein wesentlicher Faktor dar, der Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat, erklärt Dr. med. Irene Pütz, niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde am MVZ Pan Institut in Köln. Es besteht heute kein Zweifel mehr daran, dass Stress einen direkten negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Obwohl die Auswirkungen bekannt sind, werden die Folgen bei unerfülltem Kinderwunsch immer noch stark unterschätzt. Denn der Stress hat direkten Einfluss auf die Hormonbildung und das komplexe Wechselspiel der Geschlechtshormone, erklärt Dr. Pütz. So kann beispielsweise in stressreichen Phasen vermehrt Prolaktin ausgestoßen werden, das dem Körper signalisiert, dass derzeit kein Eisprung erwünscht ist. Während der Stillzeit beispielsweise ist der vermehrte Ausstoß von Prolaktin sinnvoll, möchte man schwanger werden jedoch hinderlich. Aber auch beim Mann kann bei erhöhter Anspannung Adrenalin ausgestoßen werden. Das auch als Stresshormon bekannte Adrenalin führt zu einer gestörten Reifung der Samenzellen. Bei der Frau führt Adrenalin dazu, dass das Einnisten der Eizelle verhindert wird. Aber auch die Ernährung kann einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. So ist mittlerweile gut erforscht, dass zu viel Kaffee einen ungünstigen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Es wird schnell deutlich, dass der Bereich psychischer Einflussfaktoren umfangreich und komplex ist. Daher ist es ratsam, sich an einen spezialisierten Arzt zu werden, der die genauen Ursachen für die ausbleibende Schwangerschaft ermittelt. Interessierte Patienten können zur psychosomatischen Beratung zu Dr. med. Irene Pütz am MVZ Pan Institut kommen. Termine können telefonisch vereinbart werden.