Anders als beim Mann, sind die weiblichen Reserven für die Fortpflanzung begrenzt. Der gesamte Vorrat an Eizellen wird nämlich schon angelegt, wenn die Frau selbst noch ein Fötus ist. Aus diesem Grund ist es klar, dass die Fähigkeit zur Fortpflanzung auf ganz natürliche Weise irgendwann einmal nachlässt: zum einen gibt es immer weniger Eizellen im Vorrat, zum anderen verschlechtert sich auch die Qualität, so dass mit steigendem Alter die Schwangerschaftsraten sinken und die Raten für Fehlgeburten gleichzeitig steigen.

Dennoch muss man sich nicht entmutigen lassen, denn auch in der Altersgruppe der 36- bis 39-jährigen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Frauen. Um eine konkrete Prognose zu berechnen, müssen also wesentlich mehr Faktoren hinzugezogen werden, als nur das Alter einer Patientin. Dr. Palm vom MVZ PAN Institut in Köln kennt sich mit dieser Problematik aus und beruhigt seine älteren Patientinnen häufig damit, dass ihre persönliche Prognose am Ende sogar besser ausfallen kann, als die von jüngeren Patientinnen. Diese individuelle Herangehensweise ist sowohl emotional für die Frauen, als auch letztendlich für den Erfolg der Therapie wichtig.

Ein guter Vorhersageparameter für den Behandlungserfolg ist zum Beispiel die Anzahl der regelrecht ausgebildeten Vorkerne in einem Therapiezyklus. Das Vorkernstadium ist der Zeitpunkt, an dem sich nach der Vereinigung von Eizelle und Samenzelle zwei Vorkerne mit dem halben männlichen und halben weiblichen Chromosomensatz herausgebildet haben. Wenn dieser Vorgang korrekt abläuft, dann ist eine sehr wichtige Grundvoraussetzung für eine gesunde Embryonalentwicklung erfüllt. Dieser Faktor ist vollkommen unabhängig vom Alter und ist daher ein weiterer zuverlässiger Vorhersageparameter.

In jedem Therapiezyklus werden der Patientin gleich mehrere Eizellen entnommen und befruchtet. Anschließend kann beobachtet werden, wieviele Eizellen regelrechte Vorkerne ausbilden und anhand dessen die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft berechnen. Im Alter bis 30 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei Patientinnen, die mehr als sechs Vorkerne pro Zyklus ausbilden, bei 50 bis 60 Prozent. Zwischen 36 und 39 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit mit 50 Prozent immer noch ziemlich hoch. Lassen Sie sich im MVZ PAN Institut von Dr. Palm individuell und unverbindlich beraten.