Um der Entstehung oder Verschlimmerung von Zahnkrankheiten vorzubeugen, wurde die zahnmedizinische Prophylaxe entwickelt. Sie betrifft aber nicht nur die Zähne, sondern auch den sogenannten Zahnhalteapparat. Nachfolgend finden interessierte Patienten alles, was sie über die Individualprophylaxe wissen müssen. Bei weiteren Fragen steht das Team der Zahnarztpraxis Prof. Dr. Bender zur Verfügung.

Ein mehrstufiges Modell der Prävention

Die zahnmedizinische Prophylaxe funktioniert auf mehreren Ebenen: 1. Maßnahmen zur Verhinderung der Entstehung von Krankheiten Für die Patienten bedeutet dies, dass sie Wert auf tägliche Mundhygiene legen müssen und Nahrungsmittel mit hohem Zuckeranteil meiden sollten. Außerdem sollten die Zähne im Rahmen der regelmäßigen Zahnarztbesuche mit Fluorid behandelt werden.
2. Frühzeitige Erkennung und Behandlung von Krankheiten Dazu gehören die regelmäßigen Routinekontrollen beim Zahnarzt. Nicht nur Zahnkrankheiten, sondern auch etwaige Krebsleiden können hier frühzeitig erkannt werden.
3. Behandlung chronischer Erkrankungen sowie Vermeidung von Komplikationen und Rückfällen Zu den häufigsten chronischen Erkrankungen gehört die Paradontose. Ein spezieller Behandlungsplan richtet sich hier nach der Art der Erkrankung.

Eine optimale Ergänzung: die professionelle Zahnreinigung

Als essentielle Ergänzung zur täglichen Zahnpflege hat sich die professionelle Zahnreinigung bewährt. Durch sie kann eine wesentlich gründlichere Reinigung der Zähne erreicht werden, daher führt eine regelmäßige Anwendung zum Rückgang von Entzündungen an Zähnen und Zahnfleisch. Auch Karies und Parodontose kann dadurch wirksam vorgebeugt werden, denn der Zahnarzt entfernt auch die versteckten Zahnbeläge ober- und unterhalb des Zahnfleisches mit Hilfe von Zahnseide, Interdentalbürstchen und Ultraschall. Den letzten Schliff bekommen die Zähne durch einen hochfeinen Diamanten, um bestehende Verfärbungen und Ablagerungen zu beseitigen. Die veraltete Methode, bei der die Zähne unter Einsatz eines Pulverstrahls (Airflow) gereinigt werden, wird in der Praxis Prof. Dr. Bender nicht mehr angewandt. Im Anschluss an die Reinigung werden die Zähne poliert.

Fissurenversiegelung

Besonders schwierig zu reinigen sind die Backenzähne, deren Kauflächen ein Relief aufweisen. Diese Täler, die bis zu einem Milimeter tief und sehr schmal sein können, sind mit Hilfe der Zahnbürste praktisch nicht zu erreichen. Sie werden aber, genauso wie der Rest der Zähne, direkt nach dem Zahndurchbruch durch Krankheitserreger, die
normalerweise im Mund vorkommen, besiedelt und können unter anderem die Ursache für Karies sein. Die Fissurenversiegelung ist eine hervorragende Möglichkeit, um sich davor zu schützen. Dabei werden die Fissuren gereinigt und mit einem flüssigen Kunstharz aufgefüllt. Als Ergänzung empfiehlt das Praxisteam von Prof. Dr. Bender jedem Patienten die Verwendung von fluoridhaltigen Zahnpflegeprodukten (Zahnpasta und Mundspülung), damit der Zahnschmelz geschützt werden kann.

Sonstige vorbeugende Maßnahmen

Es gibt natürlich noch mehr, was man als Patient für die Gesundheit seiner Zähne tun kann. Beispielsweise kann durch Mundspülungen und Zahnzwischenraum-Reinigung Mundgeruch vorgebeugt werden. Durch Inspektionen und Abtastungen des Mund- und Rachenraumes können Krankheiten, bei denen ein frühstmöglicher Behandlungsbeginn
essentiell ist, erkannt und vorgebeugt werden. Dazu gehören zahlreiche Krebsarten, die im Mund und Rachen vorkommen und deren Existenz vielen Patienten oft nicht bewusst ist. Durch die regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen können sich die Patienten auch vor diesen gefährlichen Krankheiten schützen. Zu Hause kann jeder durch die Anwendung von Zahnputztabletten (die verbliebene Beläge verfärben) und den Einsatz eines Zungenschabers selbst entscheidend zu seiner Zahngesundheit beitragen, denn diese Beläge bilden den optimalen Nährboden für Mikroorganismen, die Zähne und Zahnfleisch schädigen können.