Nur etwa zehn Prozent der Fälle können nicht geklärt werden, bei den restlichen Paaren verteilen sich die Anteile zu gleichen Teilen auf Mann, Frau und das Paar zusammen (je 30 Prozent). Bei Frauen kommen mehrere Ursachenkomplexe in Frage. Meist sind hormonelle Störungen oder Auffälligkeiten im Bereich des Eileiters schuld an der Beeinträchtigung der Empfängnisfähigkeit. Hormonprobleme können durch eine Störung in der Hormonproduktion oder beispielsweise durch einen Überschuss des männlichen Hormons hervorgerufen werden. Auch Stress, einige Medikamente, übertriebener Sport und Gewichtsprobleme können das Gleichgewicht der Hormone empfindlich stören. In ganz wenigen Fällen findet man einen Tumor oder eine genetische Komponente vor.
Häufiger dagegen liegen ein auffälliger Eileiter oder Erkrankungen der Gebärmutter vor. Bereits Veränderungen in der Schleimhaut des Eileiters können die Empfängnis nachhaltig stören. Manchmal ist er ganz und gar blockiert oder zeigt eine eingeschränkte Beweglichkeit. Dies kann durch Operationen, Verwachsungen, Infektionen, Eileiterschwangerschaften oder Endometriose verursacht werden.
Einige gutartige Tumore, die sogenannten Uterusmyome, sind ebenfalls für die ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich. Sie entstehen aus der Gebärmutterschleimhaut und können durch ihre Anzahl oder Größe negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben. Fehlbildungen der Organe sind zwar selten, sollten jedoch immer mit abgeklärt werden.
Manche Patientinnen, die sich ein Kind wünschen sind stark übergewichtig und leiden an dem metabolischen Syndrom. Bei dieser Erkrankung zeigt sich eine Resistenz gegen Insulin, so dass die Körperzellen ständig einen Bedarf an Glucose signalisieren und sich dadurch ein unbändiges Hungergefühl bei den Patientinnen einstellt. Durch eine intensive Zusammenarbeit mit medizinischen Fachkräften aus den Bereichen Psychologie, Ernährungswissenschaften und Bewegungstherapie ist es dem MVZ PAN Institut endlich gelungen, auch diesen Patientinnen eine adäquate Hilfestellung zu bieten.
Für die Feststellung der individuellen Ursachen ist eine umfangreiche Diagnostik notwendig. Interessierte Patienten sollten sich daher zuerst einmal einen Beratungstermin bei Dr. Foth vom MVZ PAN Institut geben lassen, um sich genauer zu informieren.

