Bei der Arthrose des Schultergelenkes wird zwischen einer primären und einer sekundären Form unterschieden. Die primäre Arthrose entsteht durch Verschleiß, während die sekundäre Arthrose durch Knochenbrüche, Rheuma oder chronische Instabilität ausgelöst wird. Bei beiden Erscheinungsformen jedoch findet man einen Verschleiß in den Gelenkflächen vor (sowohl im Oberarmkopf, als auch in der Schulterpfanne). Die Patienten klagen meist über Schmerzen bei Bewegung und Belastung der Schulter, über Einschränkungen bei der Beweglichkeit und sogar über wahrnehmbare Reibegeräusche im Schultergelenk.
Wird die Arthrose frühzeitig erkannt, zum Beispiel durch eine Röntgenaufnahme oder ein CT, wird in der Regel eine medikamentöse Schmerzbehandlung angesetzt, die von physiotherapeutischen Maßnahmen begleitet wird, damit die Beweglichkeit der Schulter wieder normalisiert werden kann. Wenn der konservative Therapieansatz nicht effektiv genug ist, sollte abgeklärt werden, ob gegebenenfalls ein künstlicher Gelenkersatz in Frage kommt. Abhängig vom Befund stehen verschiedene prothetische Lösungen zur Auswahl: dabei unterscheidet man grundlegend zwischen kompletten Prothesen, die den Oberarmkopf und die Gelenkpfanne ersetzen (Totalendoprothese) oder eine Teilprothese, die den Oberarmkopf ersetzen soll (Hemiendoprothese).
In manchen Fällen muss eine Prothese eingesetzt werden, wenn ein Knochenbruch in Fehlstellung verheilt ist. Dann kommt ebenfalls eine Oberarmkopfprothese zum Einsatz, die sogenannte Eclipse-Prothese. Es existieren noch eine Reihe weiterer komplizierterer Störungsbilder, die einer Prothese bedürfen. In vielen Fällen wird dann eine Schulterspezialprothese gewählt.
Beim Einsetzten der Prothese muss mit einem etwa 90- bis 120-minütigen Eingriff gerechnet werden. Dieser muss stationär erfolgen und im Anschluss ist mit einem Krankenhausaufenthalt von einer Woche zu rechnen. Die Patienten bekommen ein sogenanntes Abduktionskissen, das die Lagerung des operierten Armes erleichtern soll. Darüber hinaus wird frühzeitig eine physiotherapeutische Behandlung begonnen, die über Wochen fortgeführt wird.
Betroffene haben in der Regel viele speziellen Fragen und sollten sich unbedingt umfassend über die Möglichkeiten beraten lassen. In der Praxisklinik für Orthopädie in Aachen finden sie ein Team von Spezialisten, das ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem Patienten führen kann.

