Bei den häufigsten Verletzungen des Menschen stehen Bandverletzungen immer ganz weit oben. Insbesondere Sportler leiden häufig unter einer akuten Überdehnung oder dem Zerreißen des Außenbandapparates und eventuell auch von Gelenkkapselanteilen, was in der Regel von ausgedehnten Schwellungen und Blutergüssen rund um den Knöchel begleitet wird.
Das Außenbandapparat besteht aus drei Bändern. Sind nur ein oder zwei Bänder gerissen, wird auf eine operative Behandlung häufig verzichtet. Der Fuß wird dann für sechs Wochen geschient und soll auf diese Weise geschont werden. Sind allerdings alle drei Bänder gerissen oder handelt es sich bei dem Verletzten um einen Sportler, der ein besonders stabiles Gelenk braucht, dann ist ein chirurgischer Eingriff indiziert. Zu Instabilitäten kann es nämlich infolge einer Bandverletzung oder auch nach mehrfachen Überdehnungen kommen. In manchen Fällen kommt es sogar zu Veränderungen im Knochen und zu Schmerzen, was als anteriores Impingementsyndrom bezeichnet wird.
Bei einer operativen Therapie stehen mehrere Verfahren zur Auswahl. Auf der einen Seite hat man die anatomische Rekonstruktion, bei der alle Bänder wieder vernäht und der Zustand vor der Verletzung wiederhergestellt wird (Periostlappenplastik). Auf der anderen Seite gibt es die nicht-anatomische Rekonstruktion, bei der Teile des Bandapparates durch andere körpereigene Sehnen ersetzt werden.
Wie bei allen Operationen kann es nach dem Eingriff zu einer bakteriellen Infektion kommen. Auch Nachblutungen mit Blutergüssen sind typische Risiken einer Operation. Wenn sich der Patient nicht an die vorgeschriebene Schonung des Fußgelenkes hält und ihn zu früh belastet, dann kann es zu einer Auslockerung der rekonstruierten Bänder kommen. Nach einem Unfall, sollten die Betroffenen schnellstmöglich die Praxisklinik Orthopädie in Aachen aufsuchen, damit sie schnell und korrekt behandelt werden können.