Hinter dem Begriff Endometriose verbirgt sich die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung. Dabei findet man das Schleimhautgewebe der Gebärmutter, das Endometrium, auch außerhalb der Gebärmutterhöhle, was zu Einblutungen und Entzündungen in den Herden führt. Das Problematische am Endometrium ist, dass es sich während des Menstruationszyklus fortwährend auf- und abbaut und während der Regelblutung ebenfalls blutet. Infolgedessen können sogar Verwachsungen und Narbelbildungen entstehen, die sehr schmerzhaft sind.
In zahlreichen Fällen wird die Endometriose nicht erkannt, da die Symptome zu allgemein sind. Viele Frauen haben einen langen Leidensweg hinter sich, denn im Schnitt braucht eine endgültige Diagnose in Deutschland um die sechs Jahre. Darum hat das MVZ PAN Institut in Köln das Endometriose-Zentrum gegründet, das als klinisches Endometriose-Zentrum Stufe II zertifiziert ist. Dort können die Patienten ganzheitlich betreut werden. Zu Beginn sollten sie ein Beratungsgespräch mit Dr. Pütz vereinbaren, um zu ermitteln, ob die Symptome auf eine Endometriose hinweisen.
Die Ursache für die Entstehung dieser Erkrankung ist unklar, es wird lediglich vermutet, dass Schleimhautzellen auf verschiedenen Wegen aus der Gebärmutter verschleppt werden und sich an anderen Stellen im Körper festsetzen. Die meisten Frauen berichten von Unterbauchschmerzen, die in Abhängigkeit vom Zyklus auftreten und während der Periode sehr stark sind. Je nach dem, wohin die Schleimhautzellen abgewandert sich, können auch Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen oder beim Geschlechtsverkehr auftreten. Endgültig lässt sich eine Diagnose durch eine Bauchspiegelung sichern, bei der eine Gewebeprobe entnommen wird. Erste Hinweise finden sich aber schon im Ultraschall, wo man häufig Zysten entdeckt.
Beim Thema Kinderwunsch ist Endometriose häufig ein Problem, denn Betroffene haben eine Schwangerschaftsrate, die um vierzig Prozent unter der von gesunden Frauen liegt. Ist die Erkrankung leicht ausgeprägt, Stadium I oder II, dann lässt sich durch die Entfernung der Herde eine Verbesserung der Fruchtbarkeit erreichen. Bei einer starken Ausprägung sollte auf eine IVF-Therapie (künstliche Befruchtung) zurückgegriffen werden. In jeden Fall sollten Betroffene sich von Dr. Pütz ausführlich und individuell beraten und untersuchen lassen, um endlich Klarheit zu finden.