ERSTE ZYKLUSHÄLFTE
Zuerst einmal reifen Follikel in den Eierstöcken heran, was durch die Hormone der Hirnanhangdrüse und die weiblichen Sexualhormone stimuliert wird. Der Follikel wird immer größer und der Eisprung rückt näher. Zur selben Zeit bilden sich in diesem Follikel Östrogene, die für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Öffnung des Gebärmutterhalses verantwortlich sind. Auf diese Weise helfen sie den Spermien, in die Gebärmutter zu gelangen.
ZYKLUSMITTE
Wenn das Maximum der Östrogenproduktion erreicht ist, dann wird das Hormon LH aus der Hypophyse ausgeschüttet. Das lässt die Eizelle weiter heranreifen und leitet den Eisprung ein. Das Ei wird vom Eileiter aufgefangen, der es langsam in Richtung Gebärmutter transportiert.
ZWEITE ZYKLUSHÄLFTE
Wenn ein Spermium den ganzen Weg zur Eizelle zurückgelegt hat, dann findet die Befruchtung statt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Eizelle noch im Eileiter. Das Spermium gelangt hinein und setzt in der Eizelle das genetische Material des Vaters frei. Dann werden die Chromosome wieder zusammengefügt und die Zellteilung beginnt. In diesem Moment ist aus der Eizelle und dem Spermium ein Embryo entstanden.
Vier bis fünf Tage wandert dieser durch den Eileiter bis zur Gebärmutter, während er sich immer weiter entwickelt. Schließlich nistet er sich im Blastocysten-Stadium in der Gebärmutterwand ein und gibt ein Signal an den mütterlichen Organismus, dass nun eine Schwangerschaft hormonell aufrecht erhalten werden muss. Der Gelbkörper im Eierstock bleibt so erhalten und produziert von nun an das Progesteron. In den folgenden Monaten entwickelt sich aus der winzigen Blastocyste schließlich ein Fötus, der bei regelrechtem Verlauf nach 38 Wochen komplett ausgereift auf die Welt kommt.

