Wie erfolgreich die Kinderwunschbehandlung bei einem bestimmten Paar sein wird, kann anhand einiger Parameter ermittelt werden. Am entscheidendsten ist das Alter, denn im Verlauf des Lebens nimmt die Zahl der verfügbaren Eizellen durch den monatlich stattfindenden Eisprung ab, da sie alle im Fetalstadium angelegt werden. Es werden also von Geburt an keine weiteren befruchtungsfähigen Eizellen neu gebildet. Zusätzlich sinkt auch die Qualität der verbliebenen Eizellen ab dem 30. Lebensjahr, was sich nachträglich auf die Schwangerschafts- und Geburtsrate bei über Dreißigjährigen auswirkt. Das Risiko einer Fehlgeburt steigt gleichzeitig an.
BESTIMMUNG INDIVIDUELLER WAHRSCHEINLICHKEIT
Während der Diagnostik wird der Hormonspiegel von AMH bestimmt, was einen Anhaltspunkt darüber gibt, wie groß die Reserve an befruchtungsfähigen Eizellen noch ist. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass manche Stoffwechselstörungen den AMH-Spiegel ebenfalls erhöhen können.
Ein guter Indikator, mit dem sich eine Prognose erstellen lässt, ist ein Vorgang, der sich nach der künstlichen Befruchtung beobachten lässt. Nach der Vereinigung von Eizelle und Spermium entwickelt sich die befruchtete Eizelle nach einem festgelegten zeitlichen Ablauf. Zuerst einmal bilden sich die männlichen und weiblichen Vorkerne mit dem jeweils halben Chromosomensatz, worauf die Vereinigung zu einem ganzen Chromosomensatz folgt. Nach umfassenden statistischen Untersuchungen hat das MVZ PAN Institut festgestellt, dass die Prognose umso positiver ist, je mehr Eizellen mit normgerecht entwickelten Vorkernen herausgebildet werden.
PROGNOSE IN HÖHEREM ALTER
Tatsache ist, dass Schwangerschafts- und Geburtenrate mit steigendem Alter absinken. Allerdings kann man feststellen, dass bei Patientinnen, die eine hohe Anzahl an regelrechten Vorkernen aufzeigen, die Prognose im Vergleich zu den Altersgenossinnen deutlich besser ist. Beispielsweise kann das MVZ PAN Institut denjenigen Patientinnen zwischen 36 und 39 Jahren, bei denen sich mehr als sechs befruchtete Eizellen mit gesunden Vorkernen herausbilden, eine Geburtsrate von 37 Prozent in Aussicht stellen.

