ERSTE HÄLFTE DES ZYKLUS
Zu Beginn reifen die Follikel, die sich in den Eierstöcken befinden, heran. Dieser Vorgang wird durch bestimmte Hormone aus der Hirnanhangsdrüse, sowie die Sexualhormone angetrieben. Während der Eisprung immer näher rückt, wächst der Follikel heran. Gleichzeitig werden darin Östrogene gebildet, die die Aufgabe übernehmen, die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen und den Gebärmutterhals zu öffnen. Dadurch erleichtern sie es den Spermien, an ihr Ziel zu gelangen.

MITTE DES ZYKLUS
Sobald das Östrogen seinen Höhepunkt erreicht hat, wird LH (ein Hormon aus der Hypophyse) ausgeschüttet. Dieses Hormon bewirkt, dass die Eireifung zum Abschluss kommt und leitet schließlich den Eisprung ein. Beim Eisprung gelangt die Eizelle aus dem Eierstock heraus und landet im Eileiter. Dieser hat die Aufgabe, die Eizelle zur Gebärmutter zu transportieren.

ZWEITE HÄLFTE DES ZYKLUS
Nachdem die Spermien die lange Strecke zur Eizelle, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Eileiter befindet, überwunden haben, gelingt es einem Spermium, in die Eizelle einzudringen. Das väterliche genetische Material wird dabei freigesetzt und vereinigt sich mit den mütterlichen Genen, so dass wieder die vollständige Chromosomenzahl erreicht wird. Aus der Eizelle und dem Spermium ist nun ein Embryo entstanden. Während sich die befruchtete Eizelle weiter teilt, wandert sie bis zur Gebärmutter. Im Blastocysten-Stadium kann sie sich schließlich in der Wand der Gebärmutter einnisten und signalisiert dem Körper, dass von nun an eine Schwangerschaft besteht, die durch bestimmte Hormone aufrecht erhalten werden muss. Der Gelbkörper, der normalerweise in diesem Zyklusstadium abgestoßen wird, bleibt in diesem Fall erhalten und fängt mit der Progesteron-Produktion an. Bei einem gewöhnlichen Schwangerschaftsverlauf entwickelt sich aus der befruchteten Eizelle ein Fötus, der nach insgesamt etwa 40 Wochen, vom ersten Zyklustag an gerechnet, vollkommen ausgereift das Licht der Welt erblickt.